Tagestipp

Heute, 21:00 Uhr NDR 2

NDR 2 Soundcheck Live

Im NDR 2 Radiokonzert: Father John Misty (1), Elbphilharmonie Hamburg - Der heute 39jährige Josh Tillman alias Father John Misty wuchs in einem streng evangelikal-christlichem Elternhaus in Maryland auf, in dem keine "weltliche" Popmusik erlaubt war. Nachdem er früh Schlagzeug und Gitarre spielen gelernt hatte, schloss er sich als Student in Seattle verschiedenen Bands an, so der des Singer-Songwriters Damian Jurado. Tillman begann 2003 eigene Soloalben aufzunehmen, ab 2008 folgten vier Jahre als Drummer der erfolgreichen Folk-Rocker Fleet Foxes. Nach seinem Ausscheiden 2012 setzte er seine Solokarriere unter dem Pseudonym Father John Misty fort, vielleicht eine Anspielung auf seine religiöse Kindheit, die er als Zwang und Unterdrückung empfunden hatte. Als Father John Misty erntete Josh Tillman mit bisher vier Alben auch als Solist Anerkennung und Erfolg, der ihn bis in die Top Ten der amerikanischen und britischen Albumcharts führte und einen Grammy einbrachte. Am 8. August 2019 gaben Father John Misty und seine Band, begleitet von der Neuen Philharmonie Frankfurt, ein exklusives Konzert in der Hamburger Elbphilharmonie, dessen Aufnahme Tillman im März 2020 unter dem Titel "Off-Key in Hamburg"digital veröffentlichte, um mit den Einnahmen den MusiCares COVID-19 Relief Fund zu unterstützen, der in der Coronakrise in Not geratenen Mitgliedern der Musikbranche helfen will.

Konzerttipp

Heute, 22:06 Uhr SRF 2 Kultur

Im Konzertsaal

Chan en See dänke? Eine musikalische Hommage an Biel Zum 50. Geburtstag bestellt das Sinfonieorchester Biel Solothurn beim Komponisten Jean-Luc Darbellay ein neues Werk. Und der wünscht es sich zweisprachig, passend zur Stadt, und mit Bezug zum naheliegenden See.

Hörspieltipp

Heute, 19:04 Uhr WDR3

WDR 3 Hörspiel

Finnische Tangos (2/3) Von Marjaleena Lembcke-Heiskanen Für viele ist Finnland ein Sehnsuchtsort. Doch für Marja ist es nur der trostlose Ort ihrer vergangenen Kindheit. Sie erzählt schonungslos vom Land der der zweitausend Mücken und den grausam hellen Nächten - wo sie schnell erwachsen werden musste. Bearbeitung und Regie: Rosemarie Fendel

Featuretipp

Heute, 09:45 Uhr Ö1

Radiokolleg - Der Vater der Wiener Operette

Neue Facetten des Ouvertüren-Meisters Franz von Suppè (2). Gestaltung: Alexandra Faber Angeregt durch die Operettenerfolge von Jaques Offenbach in Wien komponiert Franz von Suppè die erste österreichische Operette: "Das Pensionat". Er war es also, der - noch bevor Johann Strauss mit "Die Fledermaus" eines der berühmtesten Werke der Gattung schrieb - die "Wiener Operette" begründete. Der 1819 im kroatischen Split als Sohn einer Wienerin geborene Komponist trug viel zu einer Legendenbildung seiner Lebensgeschichte bei, darüber hinaus sind mehrere Biographien zum Teil schlecht recherchiert und haben sogar über Jahrzehnte hinweg Falsches reproduziert. Nun hat der Forscher Andreas Weigel viele neue, interessante Details über das Leben und Werk Suppès herausgefunden. So existieren etwa keine, wie vom Komponisten behauptet, belgische Vorfahren, diese stammen vielmehr aus dem heutigen Kroatien; auch über die beiden Ehefrauen und ihren Einfluss auf den Schaffensprozess sind einige neue Details zutage getreten. Der deutlich frühere Beginn der Beziehung mit der um 22 Jahre jüngeren Sofie Strasser dürfte beim Komponisten einen wahren Schaffensschub ausgelöst haben, wodurch Werke wie "Die schöne Galathée" und "Leichte Kavallerie" entstanden. Von den 30 Opern und Operetten sind nur wenige auf heimischen Bühnen präsent, und wenn, dann oft in fragwürdigen Bearbeitungen. Was sich allerdings gehalten hat, sind die Ouvertüren. So gehören etwa "Leichte Kavallerie", "Dichter und Bauer" oder "Ein Morgen, ein Mittag, ein Abend in Wien" jetzt noch zum fixen Repertoire der Wiener Philharmoniker in den Neujahrskonzerten. Doch Franz von Suppè ist nicht nur der Meister zündender Melodien und der leichten Muse, er ist auch Schöpfer eines beachtenswerten Requiems. Was es mit der Anekdote auf sich hat, dass Franz von Suppè angeblich im Theater an der Wien in einem Sarg geschlafen und sein Zimmer mit Totenköpfen ausgemalt hätte - dieser Frage geht Alexandra Faber in ihrer Radiokolleg-Musikviertelstunde nach.

Podcast

Deutschlandfunk

Nachrichten vom 26.05.2020, 09:30 Uhr

Autor: Deutschlandfunk-Nachrichtenredaktion Sendung: Nachrichten

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Deutschlandfunk Kultur

Rolltreppen ins Nichts

„Das hier ist die Zukunft und Sie können jetzt sagen, Sie sind dabei gewesen.“ Kultursenator Quickstedt führt eine Gruppe Journalisten über die momentan größte Baustelle Europas. Hier soll eine Cultural Event Mall entstehen, Deutschlands Antwort auf das Centre Pompidou de Paris. Private Investoren aus Hongkong und die öffentliche Hand betreiben das Projekt gemeinsam, doch gearbeitet wird schon seit einiger Zeit nicht mehr. Statt Bauarbeitern sehen die eingeladenen Journalisten überall nur Security-Mitarbeiter. Bald wird klar: Bauleiter Schmidtke ist verschwunden und mit ihm wichtige Unterlagen. Auf der Suche nach einer Erklärung brechen Lokalreporter Grimm und Volontärin Maja nachts in den künftigen Kulturtempel ein und laufen über gigantische Rolltreppen ins Nichts.

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